Maschinenhersteller sind reich an Daten, denn die Sensoren an den Maschinen erzeugen riesige Mengen an Daten. Allerdings werden diese Daten nicht immer ausreichend genutzt. Ein weltweit führender Anbieter von Textilmaschinen wollte zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten finden, die sich aus der Zunahme der von seinen Maschinen generierten Sensordaten (IoT) ergeben. Dazu gehören insbesondere die folgenden Schlüsselelemente: ein funktionales Toolset, das in der Lage ist, neue Kundenanforderungen zu erfüllen, und eine Infrastruktur, die Sensordaten von Maschinen in Echtzeit verarbeiten kann.   

Textilmaschinenhersteller

Der Kunde ist ein internationaler Spitzenhersteller von Textilmaschinen mit Sitz in der Schweiz. Er ist als Trendsetter auf dem Weltmarkt für seine Technologien und Maschinen bekannt.

IoT-Datencockpit  

Die Lösung für dieses Problem ist ein IoT-Datencockpit, das die Sensordaten der Maschinen in die Microsoft-Cloud bringt, wo sie denjenigen zugänglich gemacht werden, die Zugriff darauf benötigen. 1stQuad arbeitete eng mit dem IoT-Integrationspartner des Kunden zusammen und löste erfolgreich spezifische Kundenherausforderungen im Zusammenhang mit der IoT-Integration, brachte das System in die Cloud (Microsoft Azure) und entwickelte Dashboards und Verwaltungsseiten. Die Leistungsfähigkeit dieser Dashboards wird bereits in einem frühen Stadium deutlich; sie zeigen das erhebliche Potenzial für Effizienzsteigerungen. 

Der Nutzen von IoT Daten für Hersteller und Kunden 

Der Kunde baut moderne Textilmaschinen, die mit verschiedenen IoT-Sensoren ausgestattet sind, damit die Messdaten zentral gesammelt, verarbeitet und sowohl vom Hersteller als auch vom Kunden optimal ausgewertet werden können.  

Auf diese Weise kann der Hersteller die Kundenbeziehungen festigen und ausbauen, seinen Service verbessern und gleichzeitig kontinuierlich neue Erkenntnisse über die Nutzung seiner Maschinen gewinnen. Die daraus resultierenden Optimierungen bringen zusammen mit dem Mehrwert der Dienstleistung Wettbewerbsvorteile und eröffnen nicht zuletzt auch neue Geschäftsfelder. Dank der zeitnahen und genauen Daten können die Kunden die Effizienz und Qualität in der Produktion steigern, Arbeitsabläufe optimieren und Produktionsfehler und Ausschuss reduzieren. 

Big Data passgenau zum Kunden geliefert 

1stQuad wurde vom Integrationspartner des Kunden mit der Realisierung des IoT-Cockpits mit verschiedenen Dashboards sowie Management- und Konfigurationsbereichen beauftragt. Die Herausforderung für das Team bestand darin, sinnvolle und performante Aggregationen und Visualisierungen für die sehr grossen Datenmengen (Big Data) zu entwickeln. Da die Lösung Daten über die Cloud für verschiedene Kunden zugänglich macht, waren auch die Anforderungen an die Sicherheit im Allgemeinen und die Mandantenfähigkeit im Besonderen sehr hoch.  

Modernste Cloud-Technologie liefert verblüffende Erkenntnisse 

1stQuad realisierte die Kundencockpits mit einer auf ReactJS basierenden Webanwendung. Diese holt sich die Daten über eine Microsoft Azure API, die wiederum auf mit Azure Analytics aufbereitete Daten zugreift. Alle Zugriffe sind geschützt, verschlüsselt, die Daten werden für jeden Kunden separat gespeichert und über ein Rollen- und Berechtigungssystem bedarfsgerecht zugänglich gemacht. Die Dashboards sind personalisiert und können individuell angepasst werden. Selbstverständlich können die Maschinendaten nicht nur beliebig gefiltert, sondern auch in erweiterter Form per Drill-down-Verfahren angezeigt werden. Auf diese Weise sind verblüffende Einblicke möglich, die der Hersteller und die Kunden nutzen können, um ihre Maschinen noch effizienter zu machen. 

Ein digitales Geschäftsmodell und bald ein Standard? 

Die Einführung dieser IoT-Lösung bedeutet für den Textilmaschinenhersteller nicht nur zufriedenere Kunden, sondern auch die Erschliessung eines neuen, digitalen Geschäftsfeldes. Denn IoT-Datendienste und Dashboards sind mehr als nur ein Mehrwert und ein Alleinstellungsmerkmal. Sie sind der Grundstein für digitale Bezahldienste und damit ein Meilenstein in der digitalen (R)Evolution für Maschinenhersteller. Wir gehen davon aus, dass solche Lösungen in Zukunft der Standard sein werden und freuen uns, dass wir so früh in der Entwicklungsphase dabei sein konnten.