Digitalisierung in der Bauindustrie: Webinar-Video und Q&A verfügbar

Video vom Microsoft Webinar Digitalisierung in der Bauindustrie

Das Webinar-Video mit 1stQuad AG powered by Microsoft vom 16. Juni 2020 ist verfügbar.

Eine intelligente Planung und Kommunikation ist in der Baubranche unerlässlich und muss höchsten Anforderungen gerecht werden. In diesem Video zeigt 1stQuad Solutions AG auf, welche Lösungsansätze dafür existieren und erklären dabei, welchen Mehrwert eine integrierte Kommunikationsplattform für einen Bau- und Technologiekonzern liefert.

Die digitale Bauakte – wie Komplexität in der Planung, Kommunikation und Dokumentation verringert wird

Q&A: Fragen und Antworten

Frage: Kann ich MS Teams so konfigurieren, dass ich auch lokale Desktop Apps aus Teams heraus öffnen kann?

Daniel Pfäffli (DP): Bei einem bestehenden Kunden stellen wir lokale Apps (Abacus) in Teams zur Verfügung. Dies geschieht via Cloud zu OnPremises (lokalen) Konnektoren. So können Daten aus der lokalen Umgebung in Teams konsumiert werden. Haben Sie ein Beispiel für eine lokale App?

Anonym: Die Idee ist, dass es lokale Apps (REVIT https://www.autodesk.com/products/revit/overview) gibt, die wir benutzen. Wir könnten und MS-Teams als „Single Point of Access“ einführen. Das heisst, aus Teams heraus würde sich Revit (Desktop App) öffnen, wenn sie auf dem lokalen PC installiert ist. Danach kann der Modellierer seine Arbeit erledigen 🙂

DP: Dazu kommt gleich ein Use Case 🙂 Sorry, muss mich korrigieren. In unserem Use Case wird BIM360 benutzt. Auf lokale (auf dem PC installierte) Apps können wir mit Teams nicht zugreifen. Jedoch können wir verlinken und via Protokoll-Link auch direkt Client-Anwendungen ansprechen. (Korrigenda: Teams kann aktuell nur Links verwerten die mit https starten. Auf uservoice gibt es dazu aber einen Feature-Request: https://microsoftteams.uservoice.com/forums/555103-public/suggestions/17405062-custom-uri-handlers?page=2&per_page=20)

Anonym: Genau das meinte ich. Die App wird in Teams verlinkt und dann als lokale Desktop App geöffnet. Das geht natürlich nur, wenn die App auch auf dem Gerät, dass gerade Teams nutzt, installiert ist. –> Passt also 🙂 Danke

Frage: Kann ich Apps in MS Teams „offline“ einbinden? Wenn „Nein“, wie lösen Sie diese Herausforderung?

DP: MS Teams hat Offline-Funktionalität angekündigt. Dies bedeutet, dass die Teams App bald offline genutzt werden kann. Integrationen (Web-Lösungen), die offline fähig gebaut sind (Daten werden lokal persistiert und synchronisiert, wenn sie mit dem Internet verbunden sind), können in einem solchen „Offline“-Szenario verwendet werden.

Frage: Ist Microsoft Teams auch ein Bestandteil der Bauakte? Ich kann mir vorstellen, dass ist ziemlich komplex für den Polier etc.?

DP: Gute und wichtige Frage! Microsoft-Teams kann an die Rolle einer Person angepasst werden. Für einen Kunden haben wir Teams so konfiguriert, dass Frontline-Mitarbeiter nur die Chat- und Telefonfunktionalität nutzen können. Daher erscheinen in der App nur diese zwei Menüpunkte. Dadurch ist die App so einfach zu bedienen wie WhatsApp –> Die App kann mit rollenspezifischer Funktionalität angereichert werden. Mehr Funktionalität führt jedoch zu mehr Komplexität in der Bedienung. Die Herausforderung besteht darin, die richtigen Werkzeuge für die Rollen bereitzustellen.

Frage: Inwiefern ist die digitale Bauakte mit einer CDE (common data environment) vergleichbar, wie sie im Baubereich und BIM geläufig ist? Bzw. warum wird eine CDE wie BIM360 eingebunden, wenn die eigene Bauakte ggf. eine ganz ähnliche Funktionalität haben soll?

DP: Mit dem Use Case wollten wir zeigen, wie die Stärken der Plattformen in Symbiose zu einer besseren Gesamtlösung beitragen können. Team ist grossartig, wenn es um Dokumente, Kommunikation und Zusammenarbeit geht. BIM360 bietet solche „coolen“ Funktionen nicht. Hinzu kommt immer die Frage der Lizenzierung. Wenn z.B. Modelle mit Beteiligten ausgetauscht werden sollen, die nicht lizenziert sind, aber bereits Teil des Projekts sind (bereits in Teams), könnte es sinnvoll sein, diese Informationen direkt in Teams zur Verfügung zu stellen. Der Anwendungsfall ist ein Prototyp, der die Möglichkeiten aufzeigt. Wir stehen derzeit in Kontakt mit Mensch & Maschine, um einen „Real-World“-Anwendungsfall zu evaluieren.

Frage: Wie sieht es bei solch einer Lösung mit der Sicherung aus. Daten werden mit den out of the Box Funktionen von SharePoint gesichert. Trotzdem braucht es ein Backup. Wie sichert man die zusätzlichen Konfigurationen, von denen sie hier erzählen?

DP: Unsere Lösung wird in Azure eingesetzt. Die Azure Artefakte werden über ein Template provisioniert. Dieses Template kann jederzeit provisioniert werden. Wenn die Azure-Umgebung aus den Fugen gerät, kann der Kunde das Template anwenden und die Azure-Artefakte sind wieder verfügbar. Die Daten in den Artefakten sind hauptsächlich Verarbeitungsdaten. Viele müssen nicht wiederherstellbar sein. Die Daten, die wiederherstellbar sein müssen, werden bei einem Disaster Recovery frisch rekonstruiert. (Bei einer Notfallwiederherstellung werden in Office 365 neue Artefakte erstellt. Es gibt also neue ID’s der Elemente, neue URL’s usw. Eine Sicherung dieser Daten macht keinen Sinn, daher stellen wir sicher, dass die Daten mit Hilfe von Jobs auf der wiederherstellbaren Office 365-Plattform rekonstruiert werden). Eine Sicherung ist daher besonders für Office 365-Daten (Mails, Dokumente, Bilder etc.) zu empfehlen. Generell sollte ein solches Szenario auf der Grundlage einer sauberen Risikoanalyse entwickelt werden. Disaster Recovery im Rahmen von O365 wird oft vergessen!

Frage: Was ist der beste Weg Apps in Teams einzubinden / zu entwickeln?

DP: Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Webapplikationen können auf einfachste Weise integriert werden. Wenn Single Sign On nicht relevant ist, können diese sogar innerhalb von Minuten integriert werden (die zu integrierende Webanwendung muss I-Frameing unterstützen). Bei Single Sign On müsste die Webanwendung ergänzt werden. Hinzu kommen die Integrationsmöglichkeiten über Bots. Bestehende Bots auf Basis des Microsoft Bot-Frameworks können praktisch nahtlos integriert werden. Auch Entwicklungen, die in SharePoint Online implementiert wurden (Webparts), können in Teams integriert werden. Die Antwort lautet, wie oft: Es kommt darauf an. Wenn es um den einfachen Zugriff auf eine Webanwendung geht, ist der Weg klar. Wenn es darum geht, dem Benutzer Funktionalität zur Verfügung zu stellen, gibt es verschiedene Möglichkeiten mit Vor- und Nachteilen. Gerne können wir dieses Thema ausführlicher diskutieren und ich kann Ihnen die Möglichkeiten auch direkt im Team aufzeigen. –> dpfaeffli@1stquad.com